Aufruf zum Ostermarsch: Wir wollen Abrüstung statt Säbelrasseln

Ein Kreis von Initiatoren hat den Aufruf zum Ostermarsch für Frieden, Entspannung und Abrüstung am Karsamstag, den 3.April in Limburg verabschiedet.

Schon viele Vereine, Parteien, Initiativen, darunter auch Courage, haben den Aufruf hier unterzeichnet und jeden Moment kommen weitere hinzu.

Machen Sie mit, unterschreiben Sie den Aufruf, persönlich oder mit Ihrer Gruppe – so erklären wir gemeinsam unseren Regierenden:
Halt! Abrüstung jetzt!

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Heute und diese Woche

Trauer, Erinnerung und Musik für die Opfer von Hanau

Schüler aus Dauborn kamen spontan mit ihren Plakaten auf den Limburger Neumarkt

Wir-sind-Mehr hatte die Initiative ergriffen, auch in Limburg der Opfer des Hanauer rassistischen Mordanschlags vor einem Jahr zu gedenken.

Um die hundert Leute kamen am Freitag zusammen, darunter Schüler aus Dauborn, Mitstreiter:innen von Fridays-for-Future, Vertreterinnen von Initiativen, Parteien und Gewerkschaften und der Limburger Bürgermeister.

Einig waren sich die Anwesenden darin, dass Worte nicht genügen, dass Taten zählen. Sogenannte Einzeltäter gibt es zuhauf, der braune Sumpf muß ausgetrocknet werden und das Wegsehen, Dulden, gar Fördern in staatlichen Stellen muß ein Ende haben.

Zum Abschluß hörten die Versammelten den Benefiz-Song für Hanau „Bist Du Wach?“ von Azzi Memo.

Wir ergänzen Konstantin Wecker, der seit 1977 im Zwiegespräch mit seinem Willy die Trauer und die Wut und den Mut der Angehörigen, Freunde und Antifaschistinnen ausdrückt und dem Lied ein neues, erschütterndes Kapitel 2021 hinzugefügt hat.

Links: Klänge, die Mut machen

19.02.2021 Gedenken an die Opfer von Hanau

Vor einem Jahr ermordete ein Nazi in Hanau neun Menschen, von denen er fand, dass sie anders aussehen als er und nicht in dieses Land gehören.

„Wir sind Mehr“ hat sich zum Andenken an die Opfer für ein Treffen am Jahrestag des Attentats verabredet – um 15:00 am Neumarkt in Limburg.

Alle, die sich beteiligen wollen, sind herzlich willkommen.

Vergangene Termine: Wahrnehmen kann man sie nicht mehr ...

27. Januar – Gedenken an Auschwitz

In einem sehr konstruktiven Gespräch mit dem Eigentümer der WERKstadt, Herrn Kremer, konnten Missverständnisse ausgeräumt werden. Wir stellten mit Blick auf die Geschichte vielfältige Übereinstimmungen fest und sprachen über mehrere künftige Vohaben.

Wo die Schienenstränge hinführen würden, ahnten 1937 wenige. Die Bilder zeigen es nun wieder.

Bei Courage haben wir die bewußt provokative Losung „Der Klotz muß weg“ beiseitegelegt. Wir plädieren für einen deutlichen Kontrapunkt zu dem Monument als dem angemesseneren, historisierenden Umgang mit einer Vergangenheit, zu der wir auch die Rezeptionsgeschichte nach 1945 zählen.

Wir sind allerdings nicht für ein Facelifting oder eine Umformulierung der nach 1945 angebrachten Aufschrift. Damals wurde das Hakenkreuz aus dem Zahnrad der „Deutschen Arbeitsfront“ wegretuschiert und die „Helden“ des Zweiten Weltkriegs in das heroisierende und glorifizierende Gedächtnis eingeschlossen. Damit kann man das Bauwerk nicht zivilisieren.

Das in das Mauerwerk eingelassene Relief zeigt in Reih‘ und Glied angetretene Wehrmachtssoldaten, sie überwachen die ebenso diszipliniert angetretenen Eisenbahnbau-Arbeitsdienstler.

Militärs und Zivilisten huldigen gemeinsam dem Hakenkreuz, dem Mittelpunkt des Geschehens.

Nicht Trauer oder „Nie wieder!“ spricht aus diesem Bild.

Gehorsam wird gefordert, gleichermaßen von Militärs und Zivilisten, zur Revanche für den verlorenen Ersten Weltkrieg. Das ist der Aufruf der Nazis, den Zweiten zu gewinnen: Trotzige Entschlossenheit im Eisenbahnbau und in der Wehrmacht.

Diese deutsche Wehrmacht hat im Bündnis mit den Nazis einen verbrecherischen Vernichtungskrieg vorbereitet und durchgeführt. Im Verlaufe dieses Krieges wurden Millionen Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer politischen und moralischen Haltung ermordet.

Jüdische Mitmenschen, Sinti und Roma wurden in den Städten zusammengetrieben, in Viehwaggons eingesperrt und an den Bahnhofsrampen von Auschwitz und Treblinka sortiert: Entweder gleich in die Gaskammer oder erst noch zur Zwangsarbeit in der deutschen Industrie.

Die wahren deutschen Helden in dieser Zeit waren die Widerstand Leistenden, die Kriegsdienstverweigerer, die Retter jüdischer Nachbarn, die BBC-Hörer, die Deserteure  –  kurz: Die Mutigen, die in irgendeiner Form Sand ins Getriebe der Kriegs- und Vernichtungsmaschinerie gestreut haben, statt mitzumachen.

Von Heldinnen und Helden gab es zu wenige und sie kamen zu spät; den Massenmord konnten nur noch die sowjetischen, französischen, britischen und amerikanischen Armeen stoppen. Auschwitz wurde am 27. Januar vor 76 Jahren von der Roten Armee befreit.

Die Millionen Opfer machen uns heute noch fassungslos. Sie mahnen uns, rechtzeitig aktiv zu werden, wenn Faschismus und Militarismus wieder ihr Haupt erheben.

Darüber möchten wir gern diskutieren, und wir möchten es in einer großen Tafel darstellen. Damit würden wir den Propaganda-Gehalt des „Klotzes“ in seinen historischen Kontext stellen, damit wir das Geschehene besser verstehen, es nutzbar machen für Gegenwart und Zukunft.

Heute und diese Woche

Herbert Leuninger (1932 – 2020)

Das Schicksal der Flüchtlinge in Moria auf Lesbos ist längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Die Tragödie aber geht weiter auf dem Atlantik und in Lipa im Norden Bosniens. Die EU benutzt und verlängert das Elend kaltblütig zur Abschreckung von Menschen, die Zuflucht vor Krieg, Terror und Hunger suchen.

Wir nehmen das zum Anlass, an Herbert Leuninger zu erinnern, der lebenslang für Menschenrechte kämpfte, die Hilfsorganisation ProAsyl mitgegründet hat, aber auch noch 2019 auf dem Limburger Ostermarsch für Frieden und Abrüstung eingetreten ist.

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Heute und diese Woche

Was im Neuen Jahr zählt

Zwei Sozialdemokraten haben in zwei gewissermaßen weit auseinanderliegenden Zeitungen ihre politischen Schwerpunkte für das Neue Jahr umrissen. Beide streifen Corona nur am Rande. Der eine hat seine Karriere in der Politik hinter sich, der andere strebt eine an.

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Heute und diese Woche