26.09.2026 Aktionstag des DGB gegen Sozialabbau in Frankfurt


Ab Limburg (Lahn) um 09:19 Uhr mit der RB 22 ab Gleis 1

Treffpunkt um 9:00 am Bahnhof Limburg

26. September – 11 Uhr – Frankfurt am Main – Willy-Brandt-Platz – Demo zum Opernplatz – Für einen starken Sozialstaat!

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

Datum 27. August 2026

Aufruf zum Aktionstag

Hart Verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

Wir, die Beschäftigten, haben unsere Löhne hart verdient und unsere Rechte erkämpft. Der Sozialstaat ist kein Geschenk der Politik oder der Arbeitgeber. Gute und sichere Arbeit, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung und ein verlässliches Alterseinkommen sind nicht verhandelbar. 

Ein starker Sozialstaat schafft Sicherheit im Wandel. Besonders in Zeiten, in denen viele Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen, sind solidarische Absicherungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt umso wichtiger. Politik und Arbeitgeber müssen den Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit den Wohlstand unseres Landes schaffen, vertrauen. Wir brauchen eine Wachstumsagenda für Deutschland und Europa, die Innovationen und weniger Abhängigkeiten schafft. 

Wir stehen auf gegen eine Politik, die Leistungen kürzt und Arbeitsrechte beschneidet! 

Mach dich stark mit uns – für Wachstum und Investitionen

  • Für eine aktive Industrie-, Dienstleistungs-, Handwerks- und Innovationspolitik, die Arbeitsplätze und Standorte sichert!
  • Für mehr Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur durch mehr Steuern auf hohe Vermögen!

Mach dich stark mit uns – für gute, tarifgebundene und gesunde Arbeit

  • Für verlässliche Arbeitszeiten: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!
  • Für die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen und Kettenverträgen!
  • Für Vertrauen statt Unterstellungen: Keine Zwangskrankschreibung am 1. Tag!

Mach dich stark mit uns – für eine leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung und Pflege

  • Für eine gerechte Finanzierung, zu der alle ihren Beitrag leisten!
  • Für Tarifentlohnung in der Pflege, die vollständig refinanziert wird!
  • Für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Land!

Mach dich stark mit uns – für eine Rente, die zum Leben reicht

  • Für die abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte und die Blockaltersteilzeit! 45 Jahre sind genug!
  • Für ein Renteneintrittsalter, das die Beschäftigten auch gesund erreichen können!
  • Für gute und fair finanzierte Betriebsrenten für alle!

Wir haben mehr verdient als Misstrauen und Beschimpfungen!

Mach dich stark mit uns! Für deine Arbeit. Für deine Gesundheit. Für deine Rente.

Mach dich stark mit uns! Für Reformen, die unser Land besser und gerechter machen!

Termine: Courage macht aufmerksam auf Veranstaltungen anderer

Die Kriegs(w)irren

Der Planet
er brennt
die Wälder lodern
Und
waffenstarrend
glüht der Himmel

Frieden soll werden
auf Erden

mit immer
MEHR
von allem
MILITÄR

Atomraketen
Drohnen
Panzer
Kanonen
Als ob’s kein
Morgen gäb

Kriegsgeil
Kriegsbesoffen
Kriegstüchtig
verhetzte Hirne
fast überall

Der Russe ist Schuld –
an allem.
Und die Leute glauben es.

So wie damals:
Der Russe als
bolschewistisch-
jüdischer
Weltverschwörer

ausgerrrrrottet
gehört er.

27 Millionen von
diesen Untermenschen
wurden ausgelöscht.

Heut‘ macht der deutsche Michel
wieder mit
zu faul
zum Denken…?
Das ändert sich wohl nie.

Aus
Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg
wird

heute wieder
Milliarden
für Waffen und
endlich den Sieg…
Und –
auch –
ER ist wieder DA!

Hurrrrra!

Von Claudia am 6. August 2026
81 Jahre nach Hiroshima

Debatte: Alles muss raus!

Am 22. Juni: Kaunas – Kennedy – Kiesewetter

Der Krieg gegen die Sowjetunion war der „größte Gewaltexzess in der modernen Menschheitsgeschichte“
(Wolfram Wette, Historiker)

„Das Vergangene ist nie tot. Es ist nicht einmal vergangen.“
(William Faulkner, Schriftsteller).

Es geschah vor 85 Jahren, fünf Tage nach dem Beginn von Deutschlands Angriffskrieg gegen die Sowjetunion, am 27. Juni 1941 in der litauischen Stadt Kaunas.

Mehr als fünfzig jüdische Männer werden in einer Garagenanlage zusammengetrieben, müssen einzeln vortreten und werden von Litauern mit Eisenstangen zu Tode geprügelt, während die deutschen Soldaten zusehen. Andere spülen mit Wasserschläuchen das Blut der Opfer weg.

„Fall Barbarossa“

Unter dem Codenamen „Fall Barbarossa“ haben zuvor die deutsche Regierung, die Wehrmacht und die SS den Vernichtungskrieg systematisch vorbereitet. Von Anfang an sollen zuerst Juden, Kommunisten und alle Widerstand Leistenden gezielt ermordet werden.

Im Vorfeld wird verfügt, die Ausführung der Verbrechen möglichst den örtlichen Faschisten zu überlassen, immer aber sind die deutschen „Blitzkrieg“-Truppen“ beteiligt, sei es als Schirmherren oder als Mittäter.

Das sogenannte Garagenmassaker war nur eines der zahlreichen Verbrechen in dem baltischen Land, denen schon in den ersten Tagen etwa 800 Juden der deutschen Besatzungsmacht und ihren litauischen Helfern zum Opfer fielen. In Litauen überlebten bis 1944 von 200 000 jüdischen Menschen nur 9000 die Massenmorde.

Ist das Staatsraison ??
Aus Israel und von jüdischen Vereinigungen, inzwischen auch offiziell aus Polen, erhebt sich Kritik an der Heldenverehrung für ukrainische Massenmörder durch Präsident Selenskyi, der auch einer Spezialeinheit den Ehrentitel „Helden der UPA“ verliehen hat (die UPA ermordete unter dem Schutz der Wehrmacht 100 000 Polen und ungezählte Juden). Die Bundesregierung, die ihre Solidarität mit Israel als „Staatsraison“ bewirbt, schweigt zu diesem Geschehen.

An Hunger sollten zudem weitere zig-Millionen Sowjetbürger sterben, deren Nahrungsmittel geraubt und „heim ins Reich“ geschafft wurden. Allein durch die Hungerblockade der Stadt Leningrad starben dort in den folgenden Jahren eine Million Einwohner. Die Völker der Sowjetunion, Russen, Ukrainer, Weißrussen, Balten … verloren 27 Millionen Menschen. Erschossen, verbrannt, vergast, verhungert, zu Tode gequält.

Und heute?

Mitläufer und -täter der Nazis aus dem Land werden heute auch in Litauen als Nationalhelden gefeiert, so etwa Jonas Noreika, nach dem Straßen und auch eine Schule benannt sind. Noreika hat an zahlreichen Massenverbrechen der deutschen und litauischen Faschisten mitgewirkt; seine Enkelin dokumentierte seine Taten, scheiterte aber vor litauischen Gerichten mit dem Anliegen, die Ehrungen ihrers verbrecherischen Großvaters einzustellen.

Professor Pinchos Fridberg, jüdischer Überlebender der Massenmorde in Litauen, sagte der New York Times: „Was auch immer jemand sagt oder tut – solange er gegen Russland ist, ist er ein Held.“

Bundeswehr auf dem Weg nach Osten

Im Wald von Rūdninkai trieben 1944 die SS, die Wehrmacht und ihre Kollaborateure 119 Bewohner des Dorfes Pirčiupiai, darunter 49 Kinder, in einer Scheune zusammen und verbrannten sie bei lebendigem Leibe.

Nur ein paar Kilometer weiter nordöstlich richtet sich seit 2017 die Bundeswehr auf ihrem Truppenübungsplatz „kriegstüchtig“ ein. Aus russischer Perspektive ist das auch ein Aufmarsch.

Laut Außenminister Wadephul wird Russland „immer ein Feind und eine Gefahr“ sein. Anders als 1941 die Sowjetunion, ist Russland aber gerüstet mit tausenden Atomsprengköpfen. Das atomare Patt hatte zur Erkenntnis geführt, dass man verhandeln und Kriege vermeiden muß. Wadephuls Amtsvorgänger, wie etwa Willy Brandt oder Hans-Dietrich Genscher wussten, dass Diplomatie die Kenntnisnahme von Sicherheitsinteressen der Gegenseite voraussetzt. Das ist alles vergessen, jetzt wollen wir nur noch siegen.

In den USA ist man klüger ??
Die heutigen Kalten Krieger wollen wieder mal eben Russland besiegen: Mit der stärksten europäischen Armee und, wenn es sein muss, auch ohne die USA. Die haben vorerst die Lust am Ukrainekrieg verloren - weil zu teuer und ohne nukleares Armageddon im Homeland kaum zu gewinnen. Wadephul, Kiesewetter und ihresgleichen muss John F. Kennedy gemeint haben, als er einem Berater in der Kubakrise 1962 sagte: „Diese Blechköpfe haben einen großen Vorteil. Wenn wir auf sie hören und tun, was sie wollen, ist hinterher niemand von uns mehr am Leben, um ihnen zu sagen, dass sie falsch lagen.“
Endsieg nach 85 Jahren?

Auch ein anderer CDU-Politiker, Kiesewetter, muss nicht mehr selbst den Kopf hinhalten. Er und seine Mitautorin von den Grünen wollen die deutsche Geschichte 85 Jahre nach dem Überfall endgültig entsorgen, indem „Europa sich endlich ein strategisches Ziel setzt: die bedingungslose Kapitulation Russlands … Europa muss daher konsequent auf eine ›Stunde Null‹ Russlands hinarbeiten“.

Solche Sätze muss man zweimal lesen. Was immer man von Putin und seiner Regierung halten mag, ihre Atomwaffen sind ihre Reserve für den Fall einer „existentiellen Bedrohung Russlands“. Kiesewetter & Co. wollen auspropieren, wo die anfängt.


Die Bilder vom Massaker bei den Lietūkis-Garagen in Kaunas stammen von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, wir haben sie dieser Memorial-Seite entnommen.

Heute und diese Woche