15.10.2022 Kritik an der Friedensmahnwache

Mitteilung von Katarine Dolke an die Presse

Eklat auf der Mahnwache für Frieden

Nach der Mahnwache für Frieden auf dem Bahnhofsplatz in Limburg am vergangenen Samstag, veranstaltet vom Limburger Ostermarschkreis, quollen die sozialen Netzwerke über von erschütterten, fassungslosen Reaktionen ukrainischer Teilnehmer. Was war passiert?

Nach Aussagen dieser Frauen und Männer stießen die Reden deutscher Friedensfreunde, die Ukraine müsse Kompromisse machen und auch auf den russischen Präsidenten zugehen, auf Unverständnis. „Sollen die russischen Kriegsverbrechen ungesühnt bleiben?“, „Soll unser Präsident einen Teil unserer Bevölkerung dem russischen Regime ausliefern?“

Frieden ist für diese Menschen nicht die bloße Abwesenheit von Krieg. Bedeutet das in den besetzten Gebieten doch Terror gegen die Zivilbevölkerung mit willkürlichen Verschleppungen, Ermordungen und Folter, Vergewaltigung von Frauen und Kindern. Diese als eiskalte, empathielose Ignoranz empfundene Position war es wohl, die zu dem fassungslosen Entsetzen auf Seiten der Ukrainer geführt hat.

Zusätzlich aufgeheizt worden sei die Situation auch, weil die Übersetzerin, ein 17-jähriges junges Mädchen aus Mariupol nicht mehr weiterreden konnte. Die Bilder der leichenübersäten Straßen, die sie in dieser Stadt sehen musste, wurden ihr seelisch zu präsent. Als eine Ukrainerin, perfekt deutsch sprechend, nun für sie weiter übersetzen wollte, wurde ihr das Mikrofon verweigert. Grund war offensichtlich ihr Plakat, das für militärische Unterstützung der Ukraine warb.

Trauriger Höhepunkt dieser Veranstaltung war es, als schließlich zwei Sprechchöre derselben (!) Demonstration unterschiedliche Aussagen skandierten: Militärische Unterstützung der Ukraine auf der einen Seite, sofortiger Waffenstillstand auf der anderen. Kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander.

Schon vor dem offiziellen Ende verließen die meisten ukrainischen Teilnehmer diese denkwürdige Veranstaltung, die leider gerade nicht für ein gutes Miteinander und einen respektvollen Austausch gestanden habe.

Beitrag in Arbeit

20.10.2022 Zeichen für Assange

Wow – alle demokratischen Parteien im Bundestag – wenn jetzt noch die Regierung dem Verfolgten Politisches Asyl gewähren würde …

Radikal antifaschistisch & links: junge Welt

15.10.2022 Und die Großen ließ man laufen

Derzeit werden noch eine Handvoll NS-Täter gerichtlich belangt, die noch Kinder waren, als man Hitler an die Macht brachte. Man darf sie wohl als „die kleinen Fische“ bezeichnen. Den Größeren und Großen erging es besser. Hans Filbinger strebte mit zwanzig in die Nazipartei.

Wir erinnern uns der einzigartigen Mischung aus Lügen und Larmoyanz, mit der er sich an sein Amt in der post-faschistischen BRD klammerte. War dies nun die letzte Enthüllung, die seine Erzählungen ins Reich der Märchen verweist?

Selbsternannte kluge Köpfe aus Frankfurt: Die FAZ

19.11.2022 Aktionstag der Friedensbewegung (updated)

Bericht in der NNP, 21.11.2022

— Pressemitteilung —

Für Samstag, den 19.11.2022, ruft die Friedensbewegung bundesweit zu dezentralen Aktionen auf. In Limburg beteiligen wir uns an diesem Aktionstag mit der

Mahnwache am Samstag, 19. November
ab 11:00 in Limburg, Bahnhofsvorplatz.

Im Aufruf dazu heißt es unter anderem:

„Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Der Angriffskrieg hat zu zehntausenden Toten, hunderttausenden Verletzten und Millionen Geflüchteten geführt. Durch den militärischen Konflikt, der bereits 2014 begann, wurden zudem unzählige Gebäude und öffentliche Einrichtungen zerstört, Lebensmittel vernichtet und deren Anbau unmöglich gemacht. Die deutsche Regierung hat als Reaktion auf die neuerliche russische Aggression wenige Tage nach Beginn der Angriffe ein 100 Milliarden Euro umfassendes Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr angekündigt. Dieses wurde mittlerweile per Grundgesetzänderung beschlossen. Mit jährlichen Ausgaben von 2% des Bruttoinlandsprodukts hätte Deutschland bald nominal den drittgrößten Militäretat der Welt – nach den USA und China.

Diese Politik lehnen wir ab! Die Waffen müssen schweigen: Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand mit einem Rückzug des russischen Militärs aus der Ukraine. Es braucht Friedensverhandlungen: Wir fordern von der Bundesregierung, aktiv an einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu arbeiten.“

Den vollständigen Aufruf findet man unter: https://stoppt-das-toeten.dfg-vk.de/. Dort findet man auch den Aufruf in Ukrainisch, Russisch und Englisch.

Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme!

Manfred Backhaus und Marita Salm

Vergangene Termine: Wahrnehmen kann man sie nicht mehr ...

12.10.2022 München baut eine Mauer

„The Wall“ war das letzte große Opus von Pink Floyd: Über die Mauer in den Köpfen. Chef-Komponist Roger Waters durfte es zum Fall der Mauer in Berlin als Mega-Event aufführen. Den Kritiker der israelischen Besatzungspolitik stempelte man zum Antisemiten. Noch weniger duldsam ist man nun mit seinen Ansichten zum Ukraine-Konflikt. Bühnenverbot für Roger Waters?

Selbsternannte kluge Köpfe aus Frankfurt: Die FAZ

09.10.2022 2022-10-08 Für Flüchtlinge – und für Mietenstopp

DIE VERGESSENEN: Auf dem Europlatz, am Pusteblumen-Brunnen und an der Plötze in Limburg SCHAUTE DIE STADT HIN: Auf das Sterben im Mittelmeer und das Elend der Flüchtlinge in den Lagern an den Außengrenzen der EU:

Kinder im Flüchtlingslager fordern Freiheit

Alea Horst und Gerhard Trabert, interviewt von Maren Busch

Im Anschluß hörte die Stadt hin, als der DGB-Kreisverband durch die Stadt zog, auf die rasant steigenden Mieten und Lebenskosten aufmerksam machte und Eingreifen der Politik forderte.

Die DGB-Kreisvorsitzende Viktoria Spiegelberg-Kamens, begrüßt die ersten Teilnehmer

Sehr viel mehr sind es leider nicht geworden. Ein Paradies für Mieter ist Limburg dennoch nicht. Im Gegenteil.

Heute und diese Woche

27.09.2022 Danke, USA?

Radoslav (Radek) Sikorski ist Mitglied des Europaparlaments und war polnischer Außen- und Verteidigungsminister. Die polnische Regierung wies seine Unterstellung zurück.

Münchner Merkur vom 07.02.2022 aus Anlaß des Besuchs von Bundeskanzler Scholz in Washington:

Bei der Frage nach der Nord Stream 2 spielen sich denkwürdige Szenen im Weißen Haus ab: Joe Biden scheint anzudeuten, für den Fall einer russischen Invasion die Pipeline sogar gegen Deutschlands Willen zu stoppen – Olaf Scholz hält direkt im Anschluss dennoch danach fest, konkrete Sanktionen im Dunkeln zu halten. „Wenn Russland eindringt, in die Ukraine, Panzer und Soldaten, eine Armee, dann wird es kein Nord-Stream-2-Projekt mehr geben“, sagt Biden. Auf Nachfrage einer Journalistin zur Umsetzung dieser Maßnahme, gerade angesichts der deutschen Entscheidungsgewalt über das Projekt, fügt der US-Präsident hinzu. „Ich darf Ihnen versprechen, dass wir dazu in der Lage sein werden.“

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