08.10.2021 Szenen eines „humanitären Krieges“

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bundeswehr auf ihren Einsatz in Afghanistan stolz sein kann. Alle Aufträge, die das Parlament gegeben hat, wurden erfüllt.“
Annegret Kramp-Karrenbauer laut FAZ vom 13.10.2021

Zwei Bilder aus Afghanistan sagen alles: Nie wieder Krieg! Stoppt alle Waffenexporte!

Wir haben alle die Bilder der Kriegsniederlage der NATO in Afghanistan nach ihrem zwanzigjährigen Krieg gesehen. Wir haben von hunderttausenden Toten, dem Opium-Boom, der Korruption, dem zerstörten Land und den Billionen Dollar gelesen, die der „regelbasierte Westen“ für all das aufgewendet hat.

Wir erinnern uns der zerknirschten Einlassungen aller daran beteiligten Politiker nach dem schmachvollen Abzug der NATO-Truppen aus Kabul und auch der allenthalben gegebenen Zusicherungen, das Desaster zu analysieren und aufzuarbeiten.

Diese Woche nun lud die Ministerin zur Manöverkritik. Es fehlten die Parteien, die zwanzig Jahre lang gegen alle Kritik und wider besseres Wissen, den Kriegseinsatz der Bundeswehr verlängert haben – na klar, diese Parteien haben zur Zeit wichtigeres zu tun, nämlich ihre Regierungsposten auszuhandeln.

Aber egal, was die Bevölkerung davon hält: Neu oder wieder im Amt, werden sie dann auch dem NATO-Ziel nacheifern, zwei Prozent des Bruttosozialprodukts für die Rüstung auszugeben, sie werden deutsche Drohnen bewaffnen und weitere „humanitäre“ Kriege führen, gern auch mit einem „souveränen Europa“ ohne die USA.

Heute und diese Woche

Schrubben für den Frieden?

Aufmerksamkeit erregten am Antikriegstag 2021 und den folgenden Tagen die Friedensfahne, die blauweißen Stellschilder und die Schrubber von Leuten aus dem Ostermarschkreis, die sich auf Anordnung des Ordnungsamts um eine Beseitigung der Friedenszeichen in der Limburger Fußgängerzone bemühten.

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Heute und diese Woche

Trauer um Esther Bejarano

… siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist; dass sie jedem hinlänglichen Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf Kosten des anderen leben will; und dass wir nicht nötig haben, die größere und ärmere Klasse an den Himmel zu verweisen.

Mit diesen Worten des Dichters Heinrich Heine leitete der Schauspieler Rolf Becker seine Hommage an Esther Bejarano ein, die am 10.Juli verstorben ist.

Die ganze Rede hier, dokumentiert in der Jungen Welt von heute (21.07.2021)

Impressionen von der Trauerfeier für Esther Bejarano auf dem Ohlsdorfer Jüdischen Friedhof in diesem NDR-Bericht.

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