04.09.2025 Kein Platz für Freiheit

Zeitzeugengespräch zum 1. September, dem Antikriegstag.

Donnerstag, den 04.09.2025 um 18:00 Uhr
im Pfarrheim St. Hildegard, Tilemannstraße 5, 65549 Limburg

Vergangene Termine: Wahrnehmen kann man sie nicht mehr ...

04.09.2025 🆕 Stolperschwelle für Nazi-Opfer in Diez

Der Museum-und Geschichtsverein Diez verlegt in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gunter Demnig am
Donnerstag, 4. September 2025, zwischen 12:00 und 12:30
an der Rudolf-Dietz-Str. 8
eine Stolperschwelle für Opfer des Nationalsozialismus.
In der Nacht vom 1. auf den 2. August 1933 wurden Mitglieder der SPD und KPD von sog. „Hilfspolizisten“ aus ihren Wohnungen geholt und zum Freiendiezer Rathaus getrieben. Unterwegs wurden die Männer schikaniert, gestoßen, zu Fall gebracht, mit Gummiknüppeln geprügelt und mit Stiefeln getreten. Vor dem Rathaus hatte sich auf der Straße eine Menge von ca. 50-100 Menschen, Männer und Frauen, angesammelt. Dieser Mob beteiligte sich an den Schikanen. Im Rathaus wurden die Männer dann „verhört“, einige der anwesenden NS-Ortsfunktionäre wiesen die NS-Schergen an, wieviele Schläge die einzelnen Männer erhalten sollten, auch schon vor der „Befragung“.

🆕 Bereits zuvor, beginnend um 10:00 Uhr am Marktplatz 7 in Diez, werden weitere Stolpersteine verlegt.

Vergangene Termine: Wahrnehmen kann man sie nicht mehr ...

17.09.2025 Rechter Terror in Hessen

Demokratie-Stammtisch in Weilburg:

Thema: „Rechter Terror in Hessen“
📅 Mittwoch, 17. September 2025
🕖 19:00 Uhr
📍 Restaurant Poseidon, Schwanengasse, Weilburg

Das Demokratiebündnis Oberlahn lädt zum nächsten Demokratie-Stammtisch ein. Unter dem Titel „Rechter Terror in Hessen“ wird Sascha Schmidt (Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB) einen Impuls geben und aktuelle rechtsextreme Strukturen, Netzwerke und Radikalisierungsprozesse beleuchten.

Anhand aktueller Fälle – auch aus dem Landkreis Limburg-Weilburg – zeigt er auf, welche Gefahren von rechter Gewalt ausgehen und welche Faktoren Radikalisierung begünstigen. Im Anschluss an den Impuls besteht die Möglichkeit zur offenen Diskussion, in der gemeinsam über Gegenstrategien und Handlungsoptionen für eine starke Zivilgesellschaft gesprochen wird.

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Nicht Phänomene beschreiben, Ursachen analysieren

Prof. Reinhard Kühnl war einer der profiliertesten Faschismusforscher der BRD. Im Bundestag hat er anläßlich einer Anhörung ebenso kompakt wie umfassend die Wurzeln des Rechtsextremismus erklärt — vor über zwanzig Jahren.

Debatte: Alles muss raus!

18.08.2025 Vier Jahre nach Afghanistan – Bankrott Nr. 2 ?

Die ARD zitiert „Medien aus Staaten mit Pressefreiheit“ zum Trump-Putin-Treffen. Recht eintönig, weil allen trotz Pressefreiheit *) nur das eine einfällt: Putin ist aufgewertet und Trump abgeblitzt. Die junge Welt ist zwar nicht wirklich frei (der sogenannte Verfassungsschutz verfolgt und behindert sie, wo er kann). Dafür leistet sich das Blatt eine exklusive Sichtweise aufs Geschehen. Die verdient Beachtung.

Bankrotteure

Nach Gipfel Trump-Putin

Arnold Schölzel

Der Krieg in der Ukraine begann im Frühjahr 2014 mit Attacken faschistischer Gruppen und Milizen auf die russischsprachigen Einwohner der Ostukraine. Das Massaker am 2. Mai in Odessa, das in Mariupol am 9. Mai und die Bombardierung von Lugansk durch die Luftwaffe Kiews am 2. Juni stehen für die Brutalität der von EU und USA gesponserten Putschisten. Die EU wurde von Washington schon damals an den Katzentisch verwiesen, als sie einen eigenen Kandidaten als Regierungschef in Kiew nominierte: »Fuck the EU«, ätzte US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland, ließ Deutsch-Europa aber gern zahlen.

Der Versuch, den Widerstand der russischen Bevölkerung in der Ostukraine rasch zu brechen, scheiterte. Das für die NATO wichtige militärische Ziel, den Aufmarschraum bis zur russischen Grenze im Osten freizumachen, rückte nach zwei großen Niederlagen in weite Ferne, wurde aber nie aus den Augen verloren. Es gelang, mit den beiden Minsker Abkommen die »Regionalmacht«, wie Barack Obama Russland 2014 nannte, hinzuhalten – bis zum Februar 2022, dem Beginn des umfassenden russischen Eingreifens in den Konflikt. Bis zum zweiten Amtsantritt Donald Trumps im Januar 2025 behauptete der kollektive Westen, Russland militärisch schlagen und wirtschaftlich schwächen zu wollen. Es bedurfte der besonders beschränkten deutschen Außenministerin Annalena Baerbock und ihres »Slawa Ukraini!«, also »Sieg Heil!« rufenden »Zeitenwende«-Kanzlers Olaf Scholz, um sich sogar den Ruin des größten Landes der Erde vorzunehmen.

Damit ist es vorbei. Die Sanktionen, die etwa Donald Trump zuletzt Handelspartnern Russlands wie China oder Indien androhte, nahm dort niemand ernst, von denen der EU zu schweigen. Die sitzt jetzt am 19. völkerrechtswidrigen Sanktions»paket« und es gehört schon der Vorsitzende einer deutschen Partei, die sich Die Linke nennt, zu der Forderung, die deutsche Küstenwache Jagd auf die sogenannte Schattenflotte machen zu lassen, um »Druck auf die Kriegskasse des Kreml« auszuüben. Politische Piraterie – das hat Baerbocksches Format.

Solche Leute sind meilenweit davon entfernt zu erfassen, was der »Dringlichkeitsgipfel« (Petra Erler) in Alaska bedeutete: Er fand statt – wie die SPD-Außenpolitikexpertin richtig festhielt – um zu »versuchen zu retten, was noch zu retten ist. So wie es ist, darf es nicht weitergehen.« Oder mit den Worten Ralf Stegners (SPD): Das Treffen bleibe »die bis dato größte Hoffnungsperspektive« für ein rasches Ende des Ukraine-Krieges.

Vor allem: Er war das faktische Eingeständnis, dass die NATO auch diesen Krieg verloren hat. Die Bankrotteure sitzen in EU- und NATO-Europa. Aber sie geben das Zündeln mit einem Atomkrieg nicht auf – siehe van Aken. Es bedarf jetzt erst recht größter Anstrengung, um die geplante Raketenstationierung in der Bundesrepublik zu verhindern.

*) Der Dichter Peter Hacks ätzte, ein Land, das „Medien“ habe, benötige keine Zensur.

Radikal antifaschistisch & links: junge Welt

16.08.2025 2025-08-16 Frieden für Gaza

An den dicht bevölkerten Tischen der Restaurants und Eisdielen vorbei zogen wir am Samstag durch die Limburger Fußgängerzonen und forderten lautstark Solidarität mit den terrorisierten und hungernden Menschen in Gaza. Vier Redebeiträge und ein Eindruck in Bildern für alle, die nicht dabei sein konnten (oder wollten).

  • Manfred Backhaus vom Ostermarschkreis
  • Pfarrer Markus Stambke
  • Harff-Dieter Salm von Courage
  • Linksjugend SOLID
Heute und diese Woche