
Edith Erbrich, Holocaust-Überlebende, spricht am Jahrestag der Pogrome von 1938 in der Gedenkstätte Hadamar.

Edith Erbrich, Holocaust-Überlebende, spricht am Jahrestag der Pogrome von 1938 in der Gedenkstätte Hadamar.
Angehörige der Ermordeten und geschichtsbewußte Diezer Bürgerinnen und Bürger erinnerten an sechzehn junge Luxemburger, die sich dem Kriegsdienst in der deutschen Wehrmacht verweigerten und 1944 in Diez erschossen wurden.
„Oct 2026 Courage-Flyer: Bluttat in Diez“ weiterlesen400 kg Medikamente und mehr aus Italien für das boykottierte und sanktionierte kubanische Volk (Ein Interview aus Pressenza)

Vom 23. bis 30. September – im Rahmen einer Mission mit dem Titel „Route nach Kuba: Dort präsent sein, wo es darauf ankommt“ [1] – war eine Karawane aus Italien in Kuba, um 400 Kilo Medikamente und Schulmaterial auf die Insel zu bringen, gegen die ein US-Embargo verhängt ist. An der Karawane beteiligten sich Vereine, Gewerkschaften, Kommunalpolitiker:innen, Journalist:innen und Abgeordnete; organisiert wurde sie von Arci, CGIL, der Nationalen Vereinigung für italienisch-kubanische Freundschaft, Nexus, ANPI, Arcs und Aoie Rete Pace & Disarmo in Zusammenarbeit mit der Demokratischen Partei, der Fünf-Sterne-Bewegung und der Allianz der Grünen und der Linken. Zur italienischen Delegation gehörten auch Leute aus der Toskana, wie Leonardo Masi aus Empoli, Fraktionsvorsitzender von „Buongiorno Empoli“, Rossano Rossi, Generalsekretär der CGIL Toskana, und Paolo Gozzani von der CGIL Toskana.
Wir haben Leonardo Masi interviewt, der als Vertreter der Stadt Empoli nach Kuba gereist war und gerade zurückgekommen ist.
Wie kam es zu dieser Mission und der Möglichkeit, nach Kuba zu reisen?
Am 9. November 1989 haben wir mit der Maueröffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Stellung gebracht. Hartz V bis Hartz VIII werden demnächst folgen. Es ist ein Klassenkampf, und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum noch wahrzunehmen ist.
Wer ständig nach Beweisen ruft und dabei Belege bewusst ignoriert, der zeigt keine gesunde Skepsis, sondern der betreibt kranke Sabotage!

Leipziger Drohne im deutschen öffentlichen Meinungskorridor, beobachtet von konkret 2026-10 und 2026-09

Seit Die Linke die Berlin-Wahl gewonnen hat, trommeln Mitte-Parteien und -Medien mit einer solchen Lautstärke gegen eine potenzielle Linksregierung, dass man für einen Moment vergessen könnte, dass sich die meisten Wählenden von ihrem Kreuz schlicht eine bezahlbarere Stadt erwarten.
Seit Sonntag wird das komplette Kulturkampf-Repertoire aufgefahren: Antisemitismus-Vorwürfe, SED-Vergleiche und – last but not least – die Vorstellung eines »Islamo-Gauchisme«, also der unheiligen Allianz zwischen Linken und Islamisten.
So fordert ein leitender Redakteur des Spiegel auf X »verpflichtende Mauerspaziergänge für jeden Berliner Wahlberechtigten«, Jörg Thadeusz beendet seinen Kommentar über »dunkelrote Antisemiten« im rbb mit einem »Am Yisrael Chai« und Ulf Poschardt fantasiert von einem Ende der Brandmauer, sollten Grüne und SPD »die Hamas« an die Macht bringen.
Für alle, die zwei Augen im Kopf und den Wahlkampf der Berliner Linken verfolgt haben, muten diese Zuschreibungen albern an. Sie dienen offensichtlich dem Zweck, Vergesellschaftung zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Mieten weiterhin den Großteil eines Gehalts verschlingen.
Aber wenigstens haben sie auch einen positiven Effekt: Die kollektive »Rote Angst« vor diesen Veränderungen räumt endgültig mit dem Gerücht auf, die etablierten Medien seien links.