07.09.2026 Am Montag danach

Aller Ehren wert sind die Aufrufe, jetzt zu demonstrieren, Courage ist auch gern dabei  –  aber wofür und wogegen? Die AfD begrüßt unsere Aktionen als Aufmerksamkeitsgeste und ihre  Wähler fragen zurück: Ja, wen denn sonst? 

Was die anderen Parteien anrichten, wenn sie regieren dürfen, haben die Leute vielfach erlebt und erlitten. Wer davon die Nase voll hat, ist deswegen noch kein Faschist. 

Faschist ist, wer Flüchtlinge lieber im Mittelmeer ertrinken läßt, als sie an Land zu holen und zu versorgen. Wer, in welcher Form auch immer, vom „Deutschland über alles“ faselt und die deutsche Geschichte entsorgen will (das gibt’s auch beianderen Parteien!)  

Was die anderen Parteien anrichten, läßt sich nicht durch Stimmen für die AfD abwenden. Im Gegenteil, die macht alles nur schlimmer. 

Was die anderen Parteien anrichten, läßt sich vielleicht aufhalten, wenn Massen gegen deren Politik Widerstand leisten, auf die Straße gehen: Gegen Sozialabbau, Bildungsmisere, Wohnungsnot, Demokratieabbau und Kriegsvorbereitung.

Dazu braucht es die Aktionen von Initiativen, Verbände, Bündnisse, die nicht ihre Wahlkampfversprechen ad acta legen müssen, sobald eine Regierungsbeteiligung winkt. 

Dazu braucht es zuallererst kämpferische Gewerkschaften, deren einziger Kompass soziale Gerechtigkeit im umfassenden Sinne ist. 

Ob die Demonstrationen des DGB am 26. September ein großer, spürbarer Fort-Schritt auf diesem Weg sein werden, erfährt am besten, wer mitgeht!

Heute und diese Woche