Limburg begeht 75. Jahrestag der Befreiung

Die ersten öffentlichen, politischen Aktionen seit dem Corona-Full-Stop in Limburg galten dem Andenken an die Opfer des deutschen Faschismus und den Befreiern von Krieg und Terror der Nazis.

Am Samstag, dem 9. Mai, demonstrierten an die hundert Leute darunter Mitglieder von DGB, Fridays4Future, LINKE, Grünen, SPD, DFG-VK und anderen. Angemeldet und dazu aufgerufen hatte Courage gegen rechts.

Den 9. Mai wählten wir nicht nur, weil es ein Samstag war. Am 9.Mai feiern insbesondere die Völker der ehemaligen Sowjetunion den Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, weil die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde nach dortiger Ortszeit einen Tag später als im Westen Europas geschah.

Wer nicht dabei sein konnte, kann bei Bedarf hier die beiden kurzen Reden zum Auftakt und zum Abschluß unserer Aktion nachlesen bzw. ansehen und -hören.

Wir konnten auch kurdische MitbürgerInnen begrüßen, die später noch in einer eigegen Kundgebung gegen die Intervention des Erdogan-Regimes in Machmur im Nordirak protestierten.

Das ist, so meinen wir, auch von symbolischer Bedeutung, weil Frieden und Verständigung mit Rußland heute wieder zur zentralen Frage der deutschen Außenpolitik geworden ist, und wir alles dafür tun sollten , an die Lehren und Erfahrungen der Entspannungspolitik des späten vorigen Jahrhunderts anzuknüpfen.

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Der „Klotz“, gebaut von der Nazi-DAF, bleibt ein Stein des Anstoßes.

Schon am Freitag, dem 8.Mai hatten ein paar Leute dem „Klotz“ der Nazis, gebaut mit geraubtem Gewerkschaftsgeldern von der „Deutschen Arbeitsfront“ im Jahre 1937, einen Besuch abgestattet. Sie gedachten der Opfer und stießen auf die Befreier an, die millionenfach ihr Leben im Kampf gegen Nazideutschland und – als Minderheit im Lande – im Widerstand gelassen hatten.

Auch das Presseecho fanden wir gut:

Nur der örtliche Oberredakteur der NNP schaffte es, ein Foto unserer Demo in den Bericht zu einem ganz anderen Polizeieinsatz zu montieren, und befand uns von seinem Schreibtisch aus des Verstoßes gegen Abstandswahrungsregeln für schuldig. Quengeln statt Qualitätsjournalismus.