Der Tübinger Oberbürgermeister hat sich schon in rassistischer Manier über farbige Models in der Bundesbahnwerbung geäußert, die Corona-Krise nimmt er nun zum Anlass, sich erneut in Szene zu setzen, diesmal mit dem Vorschlag junge Leute zur Arbeit zu verpflichten und alte Leute in Quarantäne zu stecken, „die in einem halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.“
Courage mischt sich nicht in die Kontroverse zwischen den verschiedenen Virologen, Epidemiologen und anderen Wissenschaftlern ein. Wo aber politische Zwecke verfolgt werden, oder im Schatten der Corona-Krise die „neue Normalität danach“ gestaltet werden soll, da diskutieren wir mit.
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Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.