Vorschlag einer Leserin:
Hallo zusammen,
es ist aus meiner Sicht nicht möglich, so etwas wie die aktuelle Kolumne von Markus „Max“ Stillger in der Lahn-Post unkommentiert stehen zu lassen. Ich habe ein Schreiben formuliert, das man an die Werbetreibenden der Lahn-Post schicken kann, sowie eine Liste der Adressen dieser erstellt.
Das Schreiben kann in eine Mail kopiert und als Sammelnachricht an alle darunter aufgeführten E-Mailadressen verschickt werden. Natürlich kann der Inhalt auch verändert werden.
Ich finde es total wichtig, dass auf diesen Dreck reagiert wird. Wenn Ihr Leute wisst, die das Schreiben auch versenden würden, könnt ihr die Mail gerne weiterleiten.
Beste Grüße!
===> Hier also mein Textvorschlag:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie vertreiben Ihre Werbung unter anderem über den Lokalanzeiger Lahn-Post, der zusätzlich zu Ihrer Einlage Anzeigen von Bürgern und Informationen aus Städten und Gemeinden veröffentlicht.
Neuerdings erscheint dort außerdem eine Kolumne des Limburger Geschäftsmannes Markus „Max“ Stillger.
In der aktuellen Ausgabe kommentiert dieser nun, wie dem Landkreis Limburg-Weilburg aufgrund der Flüchtlingspolitik des Bundes die „deutsche DNA“ verloren geht. Offenbar gestärkt durch verschiedene bedauerliche Wahlerfolge der AfD in Teilen Deutschlands hat sich da einer an ein Thema gewagt, das Deutschland schon einmal beschäftigt und zum Erlass der Nürnberger Rassegesetze geführt hat. Weitere Ausführungen dürften wohl nicht nötig sein.
Zum Nachlesen findet sich der Artikel hier:
http://epaper.der-lokalanzeiger.de/eweb/vfa/2023/07/08/XDAW/4/947019/
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie Ihre Werbung mit solchen Aussagen verknüpft sehen wollen und denke, Sie sind sich stattdessen bewusst, in welchen Zusammenhang Sie und Ihr Betrieb damit geraten.
Herr Stillger ruft im Schlusssatz seines Beitrages dazu auf, das Problem selbst in die Hand zu nehmen. Wie das ausgehen kann, wissen wir alle: brennende Flüchtlingsunterkünfte gibt es schon jetzt nicht mehr vereinzelt, ein Regierungspräsident wurde wegen solcher Brandaussagen ermordet – all das sollte Warnung genug vor solchen Sätzen sein.
Wollen Sie am Ende mit Ihren Geldern diese Ergebnisse unterstützt haben?
Ich erwarte gespannt Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
( …. Name / Unterschrift einsetzen … )
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Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.