Zum „Angriff auf die Kinderseele“ wollte die hiesige AfD antreten und in Oberselters mit Hilfe eines Landtagsabgeordneten un-deutsche Sexualaufklärung in hessischen Schulen anprangern.
Dem Gastgeber in Oberselters hatte sie aber nicht zu erkennen gegeben, welche geschäftsschädigende Wirkung ein Auftritt ihrer völkischen Truppen in seinen vier Wänden haben könnte, und so fiel der Angriff erstmal ins Wasser.
Ein paar Dutzend Antifaschisten trafen sich sicherheitshalber am Tatort, fanden aber keinerlei Höcke-Freunde vor. Der Korrespondent der Nassauischen Neuen Presse interviewte die Teilnehmer und berichtete ausführlich.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob, wann und wo die Hüter der Volksseele sich als nächstes zum Angriff auf die Kinderseele sammeln werden.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.