Nach seinen Ausfällen in rassistischer und chauvinistischer Diktion erntet Herr Stillger (CDU) regelmäßig Protest, so in Leserbriefen an sein privates Kampfblatt LOKALANZEIGER oder auch im Offenen Brief von hundert Leuten im letzten Sommer. Nun versucht er sich in vermeintlich weniger verfänglichen Themen. Seine jüngste Einlassung im genannten Organ soll wohl eine Art Erlebnisbericht mit Besinnungskomponente nach einem Afrika-Trip sein.
Unser Autor Valentin Zill, der als Journalist mehrere Jahre in Afrika lebte, nimmt das zum Anlaß, das „Denken“ des Herrn Stillger zu beleuchten, das auch seinem jüngsten Text zugrundeliegt.
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Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.