Achtundzwanzig Monate dauerte die Hungerblockade der faschistischen deutschen Wehrmacht um Leningrad. Am 27. Januar 1944 durchbrach die sowjetische Armee den Belagerungsring. Über eine Million Einwohner der Stadt waren verhungert. Das monströse Verbrechen steht neben dem Mord an Juden, Sinti und Roma für die Vernichtung „nicht-arischer“ Völker im Rahmen deutscher Weltherrschaftspläne.
Der bürgerschaftliche deutsche Verein Zug der Erinnerung verweist auf die Doppelzüngigkeit regierungsamtlichen Gedenkens und der daran geknüpften selektiven Behandlung der Opfer des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion seitens der Bundesregierung.





Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.