Auch wir von Courage haben unsere verschiedenen Sichtweisen.
Wenn man Putin gleich Hitler setzt, liegt der Schluß nahe, man dürfe nicht die Fehler der Westmächte in den dreißiger Jahren wiederholen, als diese die deutsche Aggression durch Appeasement gegen die Sowjetunion lenken wollten und den deutschen Kriegsplänen dadurch Vorschub leisteten.
Verweist man dagegen auf die diversen Faschistenformationen in der Ukraine oder sieht diese gar als von jenen beherrscht an, dann ist man schnell dabei, Putins Angriff zu rechtfertigen.
Was es mit dem Faschismus heute auf sich hat, diskutieren wir bei Courage immer und ständig. Wie wir Russland und die Ukraine in diesem Zusammenhang – teils durchaus kontrovers – einschätzen, dazu hier zwei Texte von Courage-Leuten.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.