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Bomben auf Schulen

Kuba: Trotz der verschärften US-Blockade bleiben die Bildungseinrichtungen der Insel geöffnet

Von Michel Torres Corona

Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.

Mehr zur Blockade der USA gegen Cuba

Die Idee der Kindertagesstätten in Kuba geht auf ein bolschewistisches Vorbild zurück: Alexandra Kollontai setzte sich in der Sowjetunion für den Aufbau eines Netzes staatlicher Einrichtungen ein, um Frauen von häuslichen Pflichten zu befreien. Ziel war es, das hergebrachte Familienbild, das Frauen unterdrückte, abzulösen und zu einer Art »kollektiver Kindererziehung« beizutragen, um so die endgültige Emanzipation der Frau zu erreichen. In Kuba wurde dieses System über die mehr als sechs Jahrzehnte der Revolution beibehalten. Kindertagesstätten sind grundlegende Einrichtungen, um die Rechte von Müttern und ihren Kindern zu garantieren. Natürlich hat die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre auch die Qualität dieser Einrichtungen beeinträchtigt, und private Betreuungsangebote sind entstanden, die von Bessergestellten genutzt werden.

Wie die UNICEF bestätigt, unterhält Kuba trotz der jüngsten Verschärfung der US-Blockade weiterhin 298 Betriebskindergärten und 1.077 Kindertagesstätten. Dieses Jahr hat bisher nur ein einziger Öltanker Kuba erreicht. Doch die Regierung hat es geschafft, die für kubanische Mütter – und auch für die Väter – so wichtigen Einrichtungen aufrechtzuerhalten. Auf der Insel genießen nicht nur Frauen Mutterschaftsurlaub – Männer können ebenfalls Vaterschaftsurlaub nehmen.

Auch die mehr als 6.000 Grundschulen sind nicht geschlossen. Deshalb unterrichtet Susana Rivera trotz der langen Stromausfälle weiter. »Bildung darf nicht verlorengehen«, sagt sie in dem Video. Ihre Aufrichtigkeit berührt mich – und ich denke an die »unwürdigen Kubaner«, wie der Intellektuelle Abel Prieto sie kürzlich nannte, die zu einer Militärintervention gegen ihr Land aufrufen, oder an die korrupten Politiker, die aus sicherer Entfernung von den USA aus ihre Geschäfte mit der »kubanischen Sache« machen.

Eine Umfrage des Miami Herald unter 800 Kubanern und kubanischstämmigen US-Amerikanern in Südflorida ergab vergangenes Jahr, dass 79 Prozent eine US-Militärintervention gegen Kuba befürworten, lediglich 15 Prozent lehnten sie kategorisch ab. Das deutet auf ein alarmierendes Maß an Medienmanipulation oder faschistoider Maske hin, um dort überleben zu können. Es steht auch in scharfem Kontrast zu Umfragen unter der Bevölkerung der USA im allgemeinen, nach denen die Mehrheit eine Aggression ablehnt.

Ich sehe auf dem Handybildschirm, wie Susana glücklich mit ihrer Tochter spielt. Dabei denke ich an meine Mutter, die auch einmal zwanzig war und heute, mit fast sechzig, den Tod und das Leid, das jeder Krieg mit sich bringt, ebenfalls nicht verdient hat. Ich denke an die Mädchenschule im Iran, die mehrmals von den USA und Israel bombardiert wurde. Ich denke an die mehr als 160 Toten, die über 160 Familien, die in einem verwüsteten Land um ihre Töchter oder Schwestern trauern.

Susanas Tochter heißt Alexandra, wie die Kommunistin Kollontai. Ich sehe sie auf meinem Handy und sehe Kuba, das Kuba, das selbst inmitten der erdrückenden Strangulierung Freude empfindet; das Kuba, das für seine Kinder, für die Zukunft Widerstand leistet; das Kuba, das nicht kapituliert, das weiter für Ideale, für Wahrheit, für Gerechtigkeit kämpft. Ich weiß nicht, welche politische Ideologie Susana vertritt oder welche ihre Tochter vertreten wird. Es spielt keine Rolle. Es hat keinen Sinn, Unterscheidungen zu treffen. Bomben tun das auch nicht.

→ Michel Torres Corona ist kubanischer Journalist, Direktor des Verlags Nuevo Milenio und Moderator der wöchentlichen Fernsehsendung »Con Filo«.

→ Übersetzung aus dem Spanischen von Renate Fausten.

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15.09.2022 USA wollen Zivilbevölkerung schützen

öööööööööööööööööööööööö Fehler im Pressenza-Text ööööööööööööö

siehe auch https://airwars.org/news-and-investigations/tens-of-thousands-of-civilians-likely-killed-by-us-in-forever-wars/

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    Am Donnerstag, den 11. Juni 2026 um 19:00 Uhr findet der nächste Vortrag in der Reihe „Hadamar-Gespräche zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ statt, die gemeinsam von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv der Stadt Limburg veranstaltet wird:

    Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964)
    Kriegsheld, Demokratiefeind, ‚Kolonial-Mumie‘

    Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964) zählte zu den bekannten Militärgestalten des Ersten Weltkrieges. Seine Leistungen als Heerführer in Ostafrika wurden allseits bewundert, zumal seine
    Truppe 1918 die letzte war, die kapitulierte. In der Zeit der Weimarer Republik genoss er großes Ansehen, obwohl er sich als Freikorpsführer und Putschist als Feind der Demokratie erwiesen hatte.Das tat seiner Popularität keinen Abbruch, die bis in die Zeit der Bundesrepublik reichte. Seine Bücher „Heia Safari“, „Afrika, wie ich es wiedersah“ oder „Mein Leben“ fanden zahlreiche Leser.
    Nach ihm wurden Straßen und Kasernen benannt.

    Erst in jüngster Zeit, in der die deutsche Kolonialgeschichte wieder in den Fokus der Forschung getreten ist, wird Lettow-Vorbeck kritischer gesehen und auch seine dunklen Seiten werden in seiner Bewertung berücksichtigt.

    Dr. Christoph Waldecker studierte Geschichte, Landesgeschichte, Germanistik und Kanonistik an der Universität Bonn und promovierte 2001 zum Thema: „Zwischen Kaiser, Kurie, Klerus und kämpferischen Laien. Die Mainzer Erzbischöfe 1100 bis 1160. Mainz 2002“. Nach seinem Abschluss als Diplom-Archivar war er unter anderem in der Erwachsenenbildung sowie in verschiedenen Archiven tätig. Heute ist er Leiter des Stadtarchivs in Limburg an der Lahn.

    Veranstaltungsort: Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Limburg, Werner-Senger-Straße 10

    Der Eintritt ist frei. Weitere Auskünfte erteilt
    Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker

    Tel. 06431 203368, E-Mail: christoph.waldecker@stadt.limburg.de

    Der Vortrag wird aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der Gedenkstätte abrufbar sein:
    www.youtube.com/c/gedenkstattehadamar.

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