Buchvorstellung und Gespräch:
„Die Deportation der Juden aus Hessen. Selbstzeugnisse, Fotos, Dokumente“ von Monica Kingreen (1952-2017) mit dem Herausgeber Dr. Volker Eichler am 08. November um 18:00 Uhr im Festsaal der Vitos-Klinik Hadamar.
Anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht laden wir Sie herzlich zu einer Buchvorstellung mit anschließendem Gespräch zu „Die Deportation der Juden aus Hessen. Selbstzeugnisse, Fotos, Dokumente“ von Monica Kingreen (1952-2017) mit dem Herausgeber Dr. Volker Eichler ein.
Von 1940 bis 1945 wurden aus dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen rund 17.000 Menschen, die das Nazi-Regime als Juden verfolgte, in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert – Frauen und Männer, Säuglinge und Schulkinder, Alte und Kranke. Fast alle sind ermordet worden; kaum mehr als 950 haben überlebt. Die Deportationen geschahen vor aller Augen.
Mit dem Buch von Monica Kingreen († 2017) liegt erstmals eine Gesamtdarstellung zur Deportation und Ermordung der Juden für das ganze Land Hessen vor. Das von der Autorin unvollendet hinterlassene Manuskript wurde von dem Historiker und Archivar Dr. Volker Eichler für den Druck bearbeitet und in Teilen ergänzt. Er stellt Entstehung und Inhalt des Buches vor.
Bis 2019 war Dr. Volker Eichler leitender Archivdirektor des hessischen Hauptstaatsarchivs in Wiesbaden. Eichler ist Mitglied der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, deren Ziel es ist, die weit zurückreichende jüdische Geschichte des Landes Hessen auf wissenschaftlicher Grundlage zu erforschen.
Veranstaltungsort: Festsaal der Vitos-Klinik, Mönchberg 8, 65589 Hadamar
Die Veranstaltung findet am 08. November 2024, um 18:00 Uhr statt.
Es wird darauf hingewiesen, dass während der Veranstaltung Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht werden, mit deren auch späteren Verwendung Sie sich durch den Besuch der Veranstaltung einverstanden erklären.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.