Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke im Juni 2019, das Attentat von Hanau Februar 2020, bei dem zehn Menschen ermordet wurden, und der Mord an Charles Werabe, vom Oktober 2014 in Limburg, haben dies deutlich gemacht. Auch wenn wir es in den letzten Jahren mit einer neuen Qualität rechter Gewalt zu tun haben, so zeigt der Blick in die Geschichte, dass rechter Terror eine permanente Begleiterscheinung der Geschichte der BRD ist. Spuren dieser Gewalttaten lassen sich auch Hessen weit über den NSU-Mord von 2006 in Kassel hinaus zurückverfolgen. In einem Vortrag werden zentrale Erkenntnisse des im März 2023 erschienenen Buches „Rechter Terror in Hessen – Geschichte, Akteure, Orte“ von Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch vorgestellt und diskutiert. Dabei werden die Referent*innen auch auf Besonderheiten im Landkreis Limburg-Weilburg eingehen.
Referent*innen:
Sascha Schmidt Politikwissenschaftler, aktiv im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Hessen sowie Leiter der Abteilung „extreme Rechte/Diskriminierung“ des DGB Hessen-Thüringen und regelmäßiger Autor des Fachmagazin „der rechte rand“.
Yvonne Weyrauch, Politikwissenschaftlerin, Dozentin für politische Bildung und aktiv im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Hessen.
Im Nachgang an den Vortrag wollen wir unter dem Motto “Dance for Tolerance” musikalisch gegen Rassismus, Hass und Hetze ein Zeichensetzen: Mit dabei: DJ Olek Polek (worldwide sounds) und die Band 4 Zimmer Küche Bad
Der Eintritt ist frei.
Sascha Schmidt
DGB-Gewerkschaftssekretär
Kreisverbandsvorsitzender Wiesbaden-Rheingau-Taunus
Abteilungsleiter „extreme Rechte/Diskriminierung“ des DGB Hessen-ThüringenRegion Frankfurt Rhein-Main
Büro Wiesbaden
Bahnhofstr. 61
65185 Wiesbaden
sascha.schmidt@dgb.de
www.dgb-wiesbaden.de
https://www.facebook.com/DGBWiesbadenRheingauTaunus




Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.