+++ Demo in Limburg siehe hier +++

Die Spitzen der Roten Armee und der US-Armee trafen sich am 25.04.1945 in Torgau an der Elbe. Wenige Tage später kapitulierte das faschistische Deutschland, das zuvor Europa erobert, ausgeraubt und niedergebrannt hatte.
Solche Freundschaftsgesten fallen heute nicht nur wegen Corona aus.
Das Land, das im Zweiten Weltkrieg die größten Opfer gebracht hat, ist wieder Feindesland.
Im Kalten Krieg war es der Hort des Weltkommunismus, somit Hauptfeind der freien Marktwirtschaft, wie der Kapitalismus damals genannt wurde. Heute herrschen die Oligarchen in Russland und die hiesigen Oligarchen müßten sich eigentlich mit ihnen verbrüdern.
Stattdessen werden die Rüstungsbegrenzungsabkommen von damals gekündigt und immer neue Rüstungsspiralen in Gang gesetzt.
Immerhin hat Corona der Provokation an der russischen Grenze unter dem Titel „Defender 2020“ einen Dämpfer versetzt, was immer man dem Virus auch sonst zu recht anlasten muß.
Für alle, die hinschauen können und zuhören, heißt der 9. Mai 1945 Befreiung, spätestens, seit Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Unwort am 8. Mai 1985 in den Mund genommen hatte.




Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.