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9999-09-19
Radikal antifaschistisch & links: junge Welt
12.06.2026 Musk Macht Mob
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12.06.2026 Musk Macht Mob

Elon Musk ist jetzt kein Milliardär mehr. Seit seinem Börsengang darf er sich Billionär nennen. Die junge Welt kommentiert:

Brandstifter

Rassistische Gewalt in Großbritannien

Von Jörg Kronauer

Neu ist sie nicht im Vereinigten Königreich, die rassistische Massengewalt, die am Dienstag das nordirische Belfast erfasste und sich weiter auszubreiten droht. Keine zwei Jahre ist es her, da tobten verheerende Riots im ganzen Land; Horden rassistischer Gewalttäter randalierten, belagerten Wohnheime von Flüchtlingen, Moscheen, griffen sie an, setzten mehrere in Brand. Dass niemand zu Tode kam, grenzt an ein Wunder. Diesmal scheint die nächste Stufe erreicht zu sein: Die Rassisten gingen dazu über, Wohnviertel anzugreifen, Wohnhäuser anzuzünden, Türen zu zerschlagen, in Wohnungen einzudringen, Menschen mit nichtweißer Haut in ihren eigenen Räumen zu bedrohen. Damit ist die Schwelle zum Pogrom, zum allgemeinen Terror überschritten: Wer den Mördern in spe nicht passt, hat keinen Rückzugsraum mehr. Angst grassiert.

Zweierlei kann man schon jetzt festhalten. Das eine: Die Regierung unter Premierminister Keir Starmer erweist sich als vollkommen unfähig, dem Ansturm des Rassismus Einhalt zu gebieten. Seit Jahr und Tag überbietet sie sich mit Plänen, die Grenzen gegen Flüchtlinge abzuschotten, unerwünscht eingereiste Migranten aufzugreifen und festzusetzen, im großen Stil Deportationen vorzubereiten. Derlei war schon immer Wasser auf die Mühlen von Rassisten, die sich durch solche Regierungspolitik in ihren Ressentiments bestätigt fühlen und auf ihr verbrecherisches Handeln noch eine Schippe drauflegen. Wer Gesellschaften austrocknet, weil er jedes Pfund und jeden Euro in Kriegsvorbereitungen steckt; wer dann suggeriert, mit brutaler Abschiebepolitik ließen sich die wirtschaftlichen und sozialen Probleme lösen, für die Neoliberalismus und Militarisierung verantwortlich sind, der bekommt irgendwann die Quittung. Bezahlen müssen, wie in Europa seit jeher üblich, Minderheiten. Und das andere:

Zum wiederholten Mal befeuert Elon Musk die rassistische Gewalt.

Längst beschränkt er sich nicht mehr darauf, die AfD zu unterstützen. Er beklatscht auf X eine Rechtsabspaltung von Nigel Farages Rechtsaußenpartei Reform UK, und er greift vor allem Tommy Robinson unter die Arme, einer vielfach vorbestraften Figur aus der Hooliganszene; Robinson schafft es seit geraumer Zeit, Zehntausende aus den rassistischen Sümpfen des Vereinigten Königreichs zu Großdemonstrationen zu mobilisieren. Auch daran beteiligt sich Musk via X. Er befeuerte die Rassisten schon 2024, als in ganz Großbritannien Flüchtlingsheime brannten. Er befeuert sie auch jetzt, während Nichtweiße in blanker Panik aus ihren Wohnungen fliehen, während mörderische Pogrome toben. Was auch immer den reichsten Mann der Welt dazu treibt: Dass er, der er mit dem Konzern Space X, mit der Plattform X und mit künstlicher Intelligenz von Grok bis hin zu XAI über beispiellose Machtmittel verfügt, diese einsetzt, um Rassisten zu agitieren, um potentiell tödliche Gewalt anzufachen und die Gesellschaften Europas zu ruinieren, das verlangt eine Antwort – schon aus Solidarität mit den Opfern. Auch in Deutschland.

Denn wer meint, Musk werde sich schon darauf beschränken, Pogrome im Vereinigten Königreich anzufachen, ist naiv.

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Wir führen sehr offene Gespräche mit dem Vereinigten Königreich, mit den Vereinigten Staaten, in denen wir sie bitten, den Schwung, den unsere Soldaten und Zivilisten mit ihrem Blut und ihren Opfern bezahlt haben, nicht zu verschwenden.

Dmytro Koleba, ukrainischer Außenminister

Termine

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    Bitte folgen Sie den nachstehenden Links zu Kirche im Kino, zur Gedenkstätte Hadamar und weiteren Angeboten um das jeweils aktuelle Programm zu sehen.

    Kirche im Kino: Immer wieder sehen wir hier im Cineplex Filme, die es ohne die Initiative des evangelischen Dekanats„Kirche im Kino“ wohl kaum ins hiesige Kino geschafft hätten.

    ❗Wir empfehlen einen Blick in das Halbjahresprogramm.

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  • 06.06.2026 Courage-Infostand 06.06.2026 Courage-Infostand
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  • 11.06.2026 Paul von Lettow-Vorbeck: Kriegsheld und „Kolonial-Mumie“ 11.06.2026 Paul von Lettow-Vorbeck: Kriegsheld und „Kolonial-Mumie“

    Am Donnerstag, den 11. Juni 2026 um 19:00 Uhr findet der nächste Vortrag in der Reihe „Hadamar-Gespräche zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ statt, die gemeinsam von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv der Stadt Limburg veranstaltet wird:

    Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964)
    Kriegsheld, Demokratiefeind, ‚Kolonial-Mumie‘

    Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964) zählte zu den bekannten Militärgestalten des Ersten Weltkrieges. Seine Leistungen als Heerführer in Ostafrika wurden allseits bewundert, zumal seine
    Truppe 1918 die letzte war, die kapitulierte. In der Zeit der Weimarer Republik genoss er großes Ansehen, obwohl er sich als Freikorpsführer und Putschist als Feind der Demokratie erwiesen hatte.Das tat seiner Popularität keinen Abbruch, die bis in die Zeit der Bundesrepublik reichte. Seine Bücher „Heia Safari“, „Afrika, wie ich es wiedersah“ oder „Mein Leben“ fanden zahlreiche Leser.
    Nach ihm wurden Straßen und Kasernen benannt.

    Erst in jüngster Zeit, in der die deutsche Kolonialgeschichte wieder in den Fokus der Forschung getreten ist, wird Lettow-Vorbeck kritischer gesehen und auch seine dunklen Seiten werden in seiner Bewertung berücksichtigt.

    Dr. Christoph Waldecker studierte Geschichte, Landesgeschichte, Germanistik und Kanonistik an der Universität Bonn und promovierte 2001 zum Thema: „Zwischen Kaiser, Kurie, Klerus und kämpferischen Laien. Die Mainzer Erzbischöfe 1100 bis 1160. Mainz 2002“. Nach seinem Abschluss als Diplom-Archivar war er unter anderem in der Erwachsenenbildung sowie in verschiedenen Archiven tätig. Heute ist er Leiter des Stadtarchivs in Limburg an der Lahn.

    Veranstaltungsort: Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Limburg, Werner-Senger-Straße 10

    Der Eintritt ist frei. Weitere Auskünfte erteilt
    Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker

    Tel. 06431 203368, E-Mail: christoph.waldecker@stadt.limburg.de

    Der Vortrag wird aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der Gedenkstätte abrufbar sein:
    www.youtube.com/c/gedenkstattehadamar.

    Während der Veranstaltung werden Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht, mit deren auch späteren Verwendung sich die Besuchenden durch die Teilnahme an der Veranstaltung einverstanden erklären.

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