Am 27. Januar 1945 walzte der Rotarmist David Dushman mit seinem T34 den elektrisch geladenen Zaun des KZ Auschwitz nieder. Er warf überlebenden Häftlingen seine Dosennahrung zu und rollte weiter („Wir mussten die Faschisten jagen“) und erfuhr erst später, was an diesem Ort geschehen war.
Holocaust-Gedenktag: Erinnern an die Opfer aus Limburg
Die Stadt Limburg lädt in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Limburg-Weilburg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einer Gedenkveranstaltung auf den jüdischen Friedhof in Limburg ein.
Die Gedenkfeier anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages findet am Sonntag, 25. Januar, statt und beginnt um 11.30 Uhr.
Der 27. Januar ist internationaler Tag des Gedenkens an die Holocaust-Opfer. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Mit der Resolution 60/7 erklärte die Generalversammlung der UNO am 1. November 2005 den Tag zum internationalen Holocaust-Gedenktag, zuvor war er schon in Deutschland und Großbritannien als Gedenktag begangen worden, in Israel gibt es seit 1951 einen entsprechenden Gedenktag.
Durch die Nationalsozialisten sind nach dem aktuellen Stand knapp 200 Menschen, die in Limburg geboren wurden oder in der Stadt lebten, umgebracht worden. Die meisten Opfer hat es unter der jüdischen Bevölkerung geben, verschiedene Bürgerinnen und Bürger fielen auch den sogenannten Krankenmorden zum Opfer. Zu den weiteren Opfergruppen gehören politische Verfolgte, Gewerkschafter, Pallottiner, Deserteure oder auch Bürger, die nach NS-Definition Verbrechen begangen haben (zum Beispiel durch Abhören ausländischer Radiosender).
Im Rahmen der Gedenkfeier werden auch die Namen aller Opfer verlesen. In Limburg und den Stadtteilen sind bisher 134 Stolpersteine verlegt worden, die an die Opfer der NS-Diktatur erinnern.



