„Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität. Aber was wäre jetzt solidarisch?“
Das fragten Frau Schwarzer und Frau Wagenknecht, fanden ihre Antwort und veröffentlichten am Freitag mit 69 Prominenten einen Aufruf zum Waffenstillstand und für Verhandlungen.
Erst nachdem die Zahl der Unterstützer in kürzester Zeit auf die zweihunderttausend zulief und Frau Göring-Eckhardt Ihr Missvergnügen ausdrückte, bequemten sich manche „Qualitätsmedien“ zu einem Bericht.
Inzwischen sind es eine Viertelmillion Unterstützerinnen und fast jede Sekunde kommt eine(r) dazu. Lektüre des Textes und Sichtung des Aufruferkreises sei dringend empfohlen.
Weiterhin interessant zu diesem Datum:
- Für den 24. und den 25. Februar jeweils abends sind auch in Limburg Veranstaltungen aus Anlass des vor genau einem Jahr zum Angriffskrieg eskalierten Krieges geplant.
- Kriegsdienstverweigerer werden verfolgt, mehr dazu aus Russland, der Ukraine, Israel und anderen Ländern
- Auch in den USA gibt es eine Friedensbewegung, ihre Forderungen gehen deutlich über hierzulande übliches hinaus.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.