In der Rubrik „Herrschaftszeiten“ fischt das Magazin konkret – Politik & Kultur aus dem trüben politischen Alltag auf zwei Seiten genug zum Polemisieren zusammen, dass es für den ganzen Monat reicht.
In der Septembernummer geht es um Häme und Zynismus gut bezahlter „Journalisten“ wie Jan Fleischhauer gegenüber den Un- und Unterbezahlten dieses Landes :




Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.