81 Jahre nachdem der deutsche Führer seine Soldaten in den „größten Gewaltexzess der Geschichte“ geführt hat, will ein SPD-Vorsitzender namens Klinkbeil wieder eine führende Rolle Deutschlands einfordern … mit der „stärksten konventionellen Armee“ nebst sogenannter „nuklearer Teilhabe“.
Man vergleiche das mit den Voraussagen, die sein verstorbener Parteifreund Erhard Eppler gemacht hat. Nichts von dem, was wir heute erleben, war ein Unfall:
In Moskau fühlt man sich etwa so, wie man sich in Washington fühlen würde, wenn Mexiko oder gar ein abtrünniges Texas ein Militärbündnis mit Russland abgeschlossen hätte. Jedenfalls ist Russland in der Defensive – wenn die Ukraine wirklich zum NATO-Land würde, in einer ziemlich hoffnungslosen.
Erhard Eppler, im Jahre 2016



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.