Liebe Friedensfreund:Innen
am 5. Dezember ist Aktionstag der Friedensbewegung mit dezentralen Aktionen in der ganzen Bundesrepublik. Das Bündnis Courage Diez Limburg und andere Friedensfreunde rufen für diesen Tag zur Demonstration in Limburg um 11:00 Uhr am Bahnhof auf. Wir ziehen durch die Stadt zum Europaplatz, wo ca. 12:30 der Abschluss sein wird.

Demonstrieren während der Pandemie – ist das vernünftig? Ich sage ja! Corona drängt doch viel größere Gefahren in den Hintergrund:
- Die weltweiten Militärausgaben erreichen neue Rekordhöhen; allein auf die zehn Länder mit den höchsten Rüstungsausgaben entfallen 75 Prozent. Deutschland liegt auf Platz sieben und hatte 2019 den höchsten Zuwachs unter den ersten 15 Staaten. Bei den Waffenexporten erreicht unser Land den skandalösen Rang fünf.
- Und dennoch wollen fast alle Berliner Parteien weiter aufrüsten. Nach aktuellen Planungen sollen die deutschen Militärausgaben auf über 50 Milliarden Euro anwachsen und mit dem „NATO-Zwei-Prozent-Ziel“ sollen sie noch irrsinniger auf 70 Milliarden weiter steigen.
- Ängste werden geschürt. Aufrüstung wird begründet, mal mit Verweis auf Russland, mal auf China, mal auf Trump und mal auf Biden. Ich sage: Alles purer Wahnsinn. Mit Aufrüstung verhindert man keine Kriege, man bereitet sie vor. Die NATO mit den USA an der Spitze ist die überwältigende Militärmacht auf dem Erdball.
- Waffen sind die größte Gefahr für den Frieden und der größte Klimakiller, und sie verschlingen nicht zuletzt weltweit die Mittel, die für eine wirksame Pandemiebekämpfung dringend benötigt werden.
In der nächsten Woche soll der Bundestag über den Haushalt 2021 entscheiden. Gerade in den Pandemiezeiten ist das Grund genug, für weltweite Abrüstung gemeinsam auf die Straße zu gehen.
Kommt zur Demonstration am 5. Dezember. Bringt die Masken mit! Wir wollen zeigen, dass man auch während der Pandemie für Frieden auf die Straße gehen kann – Frieden ist Grundrecht aller Menschen auf der Erde!
Hier noch der Link zum Bundesweiten Aufruf.
Viele Grüße
Marita Salm



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.