Wir wissen nicht, wen oder was die Polizei in der Altstadt aufgelöst hat, mit unserer Demonstration, die das Bild zeigt, hat die Überschrift jedenfalls nichts zu tun. Wir erahnen aber, was unsere Demonstration zum 75. Jahrestag beim NNP-Autor „hei“ ausgelöst hat. Wäre der Unterzeichnete vor Ort gewesen, hätte er die Arbeiterbewegung in Gestalt des DGB bei uns gesehen und nicht irgendwo anders hin halluzinieren müssen. Und dass die Realwelt mehr als zwei Dimensionen hat, wusste schon mancher Höhlenmaler, nur „hei“ hat wohl seinen Zollstock flach auf das Bild gelegt – auch eine Art der Distanzvermessung. „Hei“ weiß nichts davon, dass etwa Vater und Sohn in einem Haushalt leben können, und in diesem Fall auch das Abstandsgebot nicht gilt. Mit seinem Bedauern, daß die Polizei die Courage-Demo nicht (auch) aufgelöst hat, kann „hei“ kaum hinter dem Berg halten. „Hei“ kreißte in seinem Kreishaus und gebar eine Ente. Seine journalistische Leistung ist eine bemerkenswerte Fußnote zum 75. Jahrestag der Befreiung.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.