
In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt. Meistens zu Hause, in einer Partnerschaft. Jeden Tag versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Femizide, Morde an Frauen, weil sie Frauen sind, werden in Deutschland jeden dritten Tag verübt, von Männern aus allen sozialen Gesellschaftsschichten und Kulturen. Sexualisierte Gewalt erleben Frauen auch alltäglich in der Arbeitswelt. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat mit der „Konvention 190“ vor zwei Jahren erstmals ein internationales Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz beschlossen. Diese Konvention muss jetzt rasch von der neuen Bundesregierung in Deutschland umgesetzt werden, damit sich Frauen endlich besser gegen sexualisierte Gewalt in der Arbeitswelt wehren können.
Wir rufen auf zu einer Mahnwache und Demonstration:
25.11.2021 um 16 Uhr am Bahnhof Limburg
Nein zu Gewalt gegen Frauen – Femizide stoppen.
Umsetzung der ILO Konvention 190 jetzt!
Es werden reden:
Viktoria Spiegelberg-Kamens (Vorsitzende DGB Limburg-Weilburg)
Theda Ockenga (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen)
Ute Jungmann-Hauff (Kreisfrauenbeauftrage Landkreis Limburg-Weilburg)
Anna Lührmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Eileen Glienke (Frauenhaus Limburg)
Pia Bräuning (Ressort Frauen- und Gleichstellungspolitik der IG Metall)












Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.