Ein Courage-Flyer zu diesem Anlaß mußte sein. Dafür werden wir im Juli pausieren und auch keinen Infostand machen.
Mit Ausnahme des Bundespräsidenten haben fast alle offiziellen Stellen der Bundesrepublik eine angemessene Würdigung dieses Jahrestages vermieden. Die üblichen „klugen Köpfe“ der veröffentlichten Meinung haben den Anlaß genutzt, Stimmung gegen Russland zu schüren und die aktuelle NATO-Aufrüstung zu rechtfertigen.
Aber es gab überraschende und weniger überraschende Ausnahmen: Die rechte Zeit ließ den russischen Präsidenten selbst zu Wort kommen und die linke Junge Welt interviewte den russischen Botschafter in Berlin.
Wir haben uns den Aufruf der VVN-BdA (Vereinigung der Vefolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) zu eigen gemacht.
Außerdem verweisen wir auf das Schicksal Leonarda Kuprewitschs und rufen Limburger Menschen auf, sie bei ihrem Rückblick auf eine Kindheit im Feindesland zu unterstützen.
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Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.