Zwei Sozialdemokraten haben in zwei gewissermaßen weit auseinanderliegenden Zeitungen ihre politischen Schwerpunkte für das Neue Jahr umrissen. Beide streifen Corona nur am Rande. Der eine hat seine Karriere in der Politik hinter sich, der andere strebt eine an.
Der eine nennt „Fridays for Future weltfremd“ und den Gedanken an Systemüberwindung „zynisch“, der andere fordert von der Politik, „die dahintersteckenden Interessen zu erkennen und Zusammenhänge zu verstehen.“
Der Gegensatz könnte kaum größer sein, und er zieht sich durch alle Parteien, denen noch immer Richtungsänderungen in der deutschen Politik zugetraut werden.
Wir stelllen das hier einfach nebeneinander. Liebe Leser:innen, seht selbst nach, worauf die Protagonisten eingehen, welche Fragen sie umgehen und welche Antworten sie parat haben.
Wer die weitere Rechtsentwicklung, den sozialen Abbau, die Umweltzerstörung und die militärische Aufrüstung als Gefahren für unser Land sieht, denen man sich entgegenstemmen muß, der oder die wird sich mit den hier zitierten Positionen auseinandersetzen müssen (zur Lektüre bitte zoomen oder dem Link zum Original folgen).





Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.