
06.05.2020 Nachtrag:
Am Samstag saßen rund 100 angemeldete Gäste von „WIR SIND MEHR – gegen Rechtsextremismus für Demokratie und Toleranz“ auf Klappstühlen und lauschten bewegender Musik, einhelligen Grußworten und nachdenklich-bis-kämpferischen Beiträgen aus Politik, Wissenschaft und Schule – wer zu spät kam, mußte mit dem Live-Stream im Internet vorlieb nehmen, ein Blick dorthin lohnt sich dennoch. Kurzgefaßt auch in der Hessenschau vom Samstag, ab Minute 13. Eine gelungene Veranstaltung zu Corona-Zeiten, der wir zum nächsten Mal wieder mehr Teilnehmer in physischer Präsenz wünschen.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.