Der DB-Vorstand Richard Lutz postete auf LinkedIn zur Befreiung des KZ Auschwitz vor 79 Jahren, und bekommt dafür Zustimmung von anderem Bahn-Führungspersonal, ohne dass dabei irgendwer auf die Verantwortung der Reichsbahn beim Holocaust eingeht. (Nur ein Kommentar von Elske Brault fordert das ein.)
Miriam Pütz liefert dazu beim MDR ausführliches Hintergrundmaterial.

Das Verhalten der heutigen Bahn-Verantwortlichen fügt sich in den Umgang der Deutschen Bahn mit ihrer Geschichte ein wie der Weigerung, den „Zug der Erinnerung“ (Bild: in Gießen; Quelle: Wikimedia Commons) zu unterstützen.
Auch das Ausbesserungswerk in Limburg war als Teil der Reichsbahn zumindest mittelbar an Krieg und Deportationen beteiligt. Deshalb setzen wir uns seit Jahren dafür ein, das unsägliche „Eisenbahnerdenkmal“ (bekannt als „der Klotz“) in einen geeigneten Kontext zu stellen.



Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.