Das im Grundgesetz (noch) verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung steht ukrainischen Mitmenschen nach Ansicht der hessischen Landesregierung und eines SPD-MdB namens Weingarten nicht zu.
Letzterer erklärte: „Es kann nicht sein, dass die einen Ukrainer in einem schweren Abwehrkampf den Kopf hinhalten und die anderen sich hier in Deutschland dieser Pflicht entziehen.“
Wem das Wort vom „schweren Abwehrkampf“ bekannt vorkommt, der täuscht sich nicht: In Wochenschauen und Kriegsreportagen der Nazis stand es stereotyp für den deutschen Vernichtungskrieg gegen die damalige Sowjetunion. Die Ostfront steht und Rheinmetall kassiert.




Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.