Der Weg in den Krieg führte über mehrere Weichenstellungen, dazu gehört der NATO-Beschluß von 2008, der Machtwechsel in Kiew 2014 und die russische Annexion der Krim vor zehn Jahren. In mehreren Artikeln zeichnet der Warschauer Junge Welt-Korrespondent Reinhard Lauterbach die Ereignisse nach, deutlich abweichend vom gängigen „Narrativ“, und darum lesenswert.




Per Handy bin ich zufällig auf sie gestoßen: Ihr Name ist Susana Rivera, und mit bewundernswerter Offenheit schildert sie, dass sie nicht wisse, was sie machen solle, wenn wegen Treibstoffmangels die Kitas geschlossen würden. Es ist ein kurzes Video, veröffentlicht vom UNICEF-Büro in Kuba, und sie ist die Hauptdarstellerin: 22 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und bringt anderen Kindern Lesen und Schreiben bei, ist dabei aber auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen – öffentliche Einrichtungen, die von der Revolution zur Unterstützung berufstätiger Mütter geschaffen wurden. Ihre Worte, auf Instagram eingebettet zwischen scherzhaften Reels und gelegentlichen regierungsfeindlichen Pamphleten, erschüttern mich.